Die meisten Doktoranden werden an einer universität- oder außeruniversitären Forschungseinrichtung über ein Dritt- oder Förderzentrum ernannt. Dabei handelt es sich um alle Einrichtungen des öffentlichen Dienstes, so dass das Gehalt für beschäftigte Doktoranden entweder auf dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVoeD) oder dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst in den einzelnen Bundesländern (TV-L) beruht. Hessen, das nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder ist, hat einen eigenen TV-H-Tarifvertrag. Weitere Möglichkeiten, Ihre eigene Promotion als JuniorWissenschaftler zu finanzieren, sind ein Promotionsstipendium, ein industrielles PhD-Programm an einem Forschungsinstitut in der Privatwirtschaft oder eine außerberufliche Promotion. Selbst im Falle eines industriellen Doktoratsstudiums werden Postgraduierte in der Regel auf der Grundlage eines Tarifvertrags bezahlt. Wenn Sie beispielsweise während Ihrer Tätigkeit bei einem Automobilhersteller promoviert haben, gilt der Betriebstarifvertrag, den die IG Metall mit dem Unternehmen abgeschlossen hat. In Westdeutschland arbeiten 2015 rund 51 Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb, der branchen unterlag, in Ostdeutschland rund 37 Prozent. Firmentarifverträge galten für 8 Prozent der westdeutschen und 12 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten. [1] Seit 1998 ist ein Abwärtstrend in der tarifvertraglichen Bindung der auch in West- wie in Ostdeutschland zu verzeichnen. [2] Es gibt Neuankömmlinge und alte Hasen in jedem Beruf. Für Forscher mit Doktortitel in Wissenschaft wird diese Erfahrungsbreite in den Erfahrungsstufen berücksichtigt, die jeweils mit einer deutlichen Gehaltserhöhung kommen, wie es für alle Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes der Fall ist. Alle drei Tarifverträge für Beamte sehen sechs Erfahrungsstufen vor. Die in jeder Phase aufgewimnete Zeit, die Bühnendauer, erhöht sich in jeder Phase um ein Jahr.

Nach diesem Schema sind Absolventen Einstiegsbewerber. Dementsprechend beginnen Die Postgraduierten auf Erfahrungsstufe 1 mit dem niedrigsten Gehalt. In ihrer ersten postgradualen Position ist es wichtig, dass Doktoranden sicherstellen, dass die Vertragslaufzeit mindestens 12 Monate beträgt und dass sie ein ganzes Jahr ohne Unterbrechungen beschäftigt werden. Arbeitsverträge mit weniger als einem Jahr gelten nicht als einschlägige Berufserfahrung nach den Vorschriften des öffentlichen Dienstes.