47 % der Staatsbediensteten stellen den Staat, 38 % der Beamten und 15 % der Beschäftigten. Der Anteil der Staatsbediensteten stieg zwischen 1989 und 2000 von 40 % auf 47 %, da die Aufgaben und Dienstleistungen der lokalen Gebietskörperschaften immer wichtiger wurden. Die Zahl der beschäftigten Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist jedoch seit der Wiedervereinigung deutlich zurückgegangen. Insgesamt sind sie von rund 6,7 Millionen im Jahr 1991 auf weniger als 4,5 Millionen im Jahr Mitte 2007 gesunken. Personalmanagement und öffentliche Beschäftigung sind dezentralisiert, und die jeweiligen Ministerien sind für die Einstellung und Ausbildung zuständig. Telearbeit: Zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertretern muss eine Vereinbarung getroffen werden, sofern die Aufgaben auf diese Weise erfüllt werden können. Telearbeitsverträge beinhalten in der Regel einen Wechsel zwischen der Arbeit im Büro und zu Hause. Die Umsetzung von VPS, wie Gewinnbeteiligung und leistungsbezogene Boni, wird vor allem von Effizienzlohnüberlegungen getragen. Daher können Vereinbarungen mit mehreren Arbeitgebern nicht als angemessenes Maß für die Festlegung der spezifischen Gestaltung von VPS angesehen werden.

Nichtsdestotrotz können Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände den Spielraum erhöhen, den Unternehmen benötigen, um effiziente und effektive VPS zu etablieren. In einigen Bereichen der Tarifverhandlungen wurden bereits erste Schritte unternommen. Variable Zahlungssysteme (VPS) sind im Bank- und Versicherungswesen stärker verbreitet als in anderen Sektoren, wie dem verarbeitenden Gewerbe. Unabhängig von dem betreffenden Sektor beziehen sich die Gewinnbeteiligungs-, Bonus- und Bewertungssysteme jedoch in der Regel nicht auf Vereinbarungen über mehrere Arbeitgeber, die andere Aspekte des Vergütungssystems regeln. Die Öffnungsklauseln erlauben jedoch die Ausnahme von kollektiven Standards und/oder die Möglichkeit, die Höhe der Boni von der Leistung des Unternehmens abhängig zu machen. Während die Arbeitgeberverbände generell die weitere Ausweitung der VPS im Rahmen von Mehrarbeitgebertarifverträgen gefordert haben, zögern die Gewerkschaften eher, die regulären Löhne, zum Teil durch VPS, zu ersetzen. Ein kleiner Teil der Beamten arbeitet auf Bundesebene, aber die meisten lokalen Zuständigkeiten fallen in die Zuständigkeit der Länder. Beamte im engeren Sinne sind die Minderheit im Vergleich zu den übrigen Beschäftigten des öffentlichen Sektors, obwohl die gesetzlichen und Arbeitsbedingungen praktisch identisch sind und trotz der Tatsache, dass Beamte die Verwaltungselite bilden.

Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Banken- und Versicherungssektor gibt es keine verlässlichen Informationen über Fälle, in denen Unternehmen ohne Genehmigung von einem Tarifvertrag abweichen. Darüber hinaus gilt eine allgemeine Einschränkung. Die Ergebnisse des IAB-Betriebspanels zeigen, dass im Jahr 2005 Manager in fast 23% (16%) von Betrieben in West-(Ost-Deutschland, die unter einen Tarifvertrag fallen, nicht einmal wussten, ob eine Öffnungsklausel angewandt werden kann. Die Reaktionen von Arbeitnehmern oder Betriebsräten in anderen Erhebungen könnten durch einen ähnlichen Mangel an Wissen (insbesondere in kleinen Unternehmen) verwischt werden. In Bezug auf VPS im genossenschaftlichen Bankensektor erklärte Ver.di, dass die Forderungen des AVR nicht akzeptabel seien und zu Lohnkürzungen von bis zu zwei Monatsgehältern führen könnten.