In Schweden sieht der nationale Tarifvertrag als Hauptgrundsatz vor, dass es keine Unterschiede oder Unterschiede zwischen Leiharbeitnehmern und Festangestellten in einem Kundenunternehmen geben darf, mit Ausnahmen in Bezug auf den Urlaub. Die Vereinbarung über Angestellte und Akademiker hat jedoch keinen solchen Grundsatz. Die Forderung nach gleichem Lohn in Belgien erstreckt sich nicht auf Gesundheits- oder andere kollektive Versicherungssysteme, die in der Nutzergesellschaft gelten, obwohl die Verhandlungen im Jahr 2008 Fragen des gleichen Entgelts in der Pensionskasse umfassten. In Finnland betreffen die wichtigsten unterschiedlichen Behandlungen Die Beratung, Die Vertretung und die Ausbildung, da diese nicht in den Anwendungsbereich der Gleichbehandlungsvorschriften fallen. Eine unterschiedliche Behandlung von Löhnen, Urlauben und Renten ist auch in den Niederlanden aufgrund der sequenziellen Ansprüche des Tarifvertrags zulässig. Das ungarische Arbeitsgesetzbuch sieht die Gleichheit in Bezug auf Löhne und Boni vor, jedoch erst nach sechs Monaten Und in Bezug auf breitere Leistungen nach zwei Jahren. Darüber hinaus haben Leiharbeitnehmer keine Vertretungsrechte in den Verwenderunternehmen und sehen sich in der Praxis aufgrund von Fluktuation und begrenzter Gewerkschaftspräsenz Einschränkungen innerhalb der Agenturunternehmen ausgesetzt. In der Praxis dürften auch die Betriebsratsvertreter aus der engeren Zahl der Leiharbeiter und langjährigen Leiharbeiter kommen. Ähnliche praktische Hindernisse für eine effektive Vertretung wurden speziell von anderen nationalen Befragten (z. B. der Tschechischen Republik, Irland, der Slowakei, Schweden und dem Vereinigten Königreich) angesprochen. Im Mai 2008 wurde in der Gemeinsamen Erklärung über den Entwurf einer Richtlinie über die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitnehmern erneut die positive Rolle anerkannt, die Leiharbeit bei der Umsetzung aktiver Arbeitsmarktpolitiken spielen kann. Er bekräftigte ferner die Notwendigkeit, Streikbrecher und unlauteren und illegalen Wettbewerb zu bekämpfen, und bekräftigte die Notwendigkeit, die Beschränkungen für die Beschäftigung in Agenturen regelmäßig zu überprüfen.

Insbesondere in Bezug auf den Entwurf einer Richtlinie der Europäischen Kommission über Leiharbeit enthielt die Vereinbarung der Sozialpartner zwei Schlüsselelemente. Art und Inhalt der rechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Länder werden weitgehend in Arrowsmith (2006) überprüft. Eine Reihe von Ländern hat jedoch in den letzten Jahren Änderungen vorgenommen (Tabelle 5). Die manchmal rasche Expansion des Sektors, insbesondere dort, wo viele Wanderarbeitnehmer darunter waren, hat die Besorgnis über mögliche illegale Aktivitäten wie Steuerhinterziehung, Sicherheitspraktiken (insbesondere im Baugewerbe) und “Sozialdumping” in Bezug auf Lohnsätze und Arbeitnehmerleistungen verstärkt.